Sapphire Beach – beste Korallenriffe und Annehmlichkeiten
Sobald du die Wohnanlage hinter dir lässt, weht dir der Wind ins Gesicht. Es ist der typische Ostwind von St. Thomas – frisch und salzig, der weiße Schaumkronen über den Pillsbury Sound treibt, Richtung der grün schimmernden Bergkette von St. John. Die meisten bleiben auf dem Betonweg stehen, starren aufs Wasser und bleiben wie angewurzelt stehen. Es ist wirklich so blau. Wenn mich Freunde nach sapphire beach st thomas fragen, sage ich immer: Hier findet man die perfekte Mischung aus lebhafter Resort-Atmosphäre und erstklassigem Schnorcheln abseits touristischer Fallen.
Man wird von Schraubenbäumen beschattet, bekommt eiskalte Getränke nur dreißig Meter vom Wellengang entfernt und kann von seinem Handtuch aus über eine flache Meeresbank gleiten, die steil in tiefe Korallenriffe abfällt. Man muss weder eine Ziegenpfad-Wanderung auf sich nehmen noch Eintritt zahlen. Allerdings hat der Strand auch seine Eigenheiten: Bei stürmischen Nachmittagen wirbelt der Wind Sand auf, und Kreuzfahrtschiffe lassen um elf Uhr morgens oft ganze Gruppen von dreißig Personen gleichzeitig ankommen. Doch wer die richtigen Stellen zum Schwimmen kennt und den Menschenmassen ausweicht, erlebt hier einen der besten Strandtage in den Amerikanischen Jungferninseln.
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Wo liegt Sapphire Beach und wie kommt man hin?
Die Bucht befindet sich etwas außerhalb von Red Hook an der Ostspitze von St. Thomas. Mit dem Auto braucht man von Charlotte Amalie etwa 25 Minuten über die Route 38 – vorausgesetzt, man kommt nicht in den Stau der Container-LKWs an der Weymouth Rhymer Highway. Kommt man mit einem Kreuzfahrtschiff in Havensight an, kostet die Taxifahrt etwa 14 Dollar pro Person und Richtung. Von Crown Bay aus verlängert sich die Fahrt um weitere zehn Minuten und ein paar Dollar.
Die Zufahrt ist leicht zu finden: Man biegt rechts beim großen Schild des Sapphire Beach Resort ab. Die Straße windet sich bergab vorbei an der bewachten Einfahrt. Sagt dem Sicherheitsdienst einfach, dass ihr zum Strand wollt – sie lassen euch durch zur kostenlosen öffentlichen Parkzone nahe dem Yachthafen. Parken ist hier gratis, was auf einer Insel, wo Parkplätze oft teuer oder schwer zu finden sind, schon fast ein Wunder ist.
Für Reisende mit kleinem Budget fährt der Dollar-Bus – der mittlerweile zwei Dollar kostet – von der Stadt nach Red Hook und hält direkt am oberen Ende der Zufahrtsstraße. Man steigt an der Resort-Einfahrt aus und läuft etwa sechs Minuten bergab. Der Rückweg um 16 Uhr bei sengender Tropensonne ist dagegen eine ganz andere Geschichte – also plant genug Wasser für den Aufstieg ein.
Profi-Tipp: Wenn ihr ein Safari-Taxi vom Fähranleger in Red Hook nehmt, vereinbart die Rückfahrt mit dem Fahrer, bevor er losfährt – das Mobilfunknetz kann in der Nähe der Wohnanlagen plötzlich weg sein.
Schnorcheln an Sapphire Beach: Welche Riffe erwarten euch?
Die Bucht gliedert sich in verschiedene Unterwasserzonen. Direkt vor der Mitte des sandigen Halbmonds ist der Meeresboden meist mit Seegras und Sand bedeckt. Auf den ersten Blick wirkt er leer. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt dort juvenile Suppenschildkröten, die in vier bis acht Fuß klarem Wasser grasen. Südliche Stechrochen vergraben sich gerne unter einer dünnen Schicht Schluff, sodass nur ihre dunklen Augen und Schwänze herausragen. Ich habe einmal 45 Minuten über einem Adlerrochen geschwebt, der gemächlich seine Flügel über dem Seegras bewegte – ohne mich auch nur eines Blickes zu würdigen.
Die eigentlichen Korallenstrukturen liegen rechts, wenn man mit dem Gesicht zum Meer steht. Sie erstrecken sich entlang von Prettyklip Point. Das Wasser bleibt hier über der Felsbank flach, bevor es in ein Labyrinth aus Hirnkorallen, Gorgonien und violetten Seerosen abfällt. Man sieht Schwärme von Paletten-Doktorfischen, die sich eng zusammenschließen, Papageifische, die Algen vom Gestein schaben, und hin und wieder einen Ammenhai, der unter einem überhängenden Felsvorsprung ruht. Die Strömung wird stärker, wenn man um die Landzunge herum in den offenen Sound paddelt. Wer kein starker Schwimmer mit langen Flossen ist, sollte umkehren, bevor das Wasser rau wird und die Landzunge in die tiefe blaue Weite übergeht.
Links, nahe dem Yachthafenkanal, befindet sich ein zweites Riffgebiet. Es ist weniger überlaufen, doch man muss auf ein- und auslaufende Boote achten. Dieser Spot wird in unserem Leitfaden zu den Top 5 Stränden zum Schnorcheln von Land in St. Thomas hervorgehoben – vor allem, weil man hier ohne teure Bootscharter direkt vom Strand aus Korallen bewundern kann. Bei ruhigem Wetter beträgt die Sichtweite meist 15 bis 20 Meter, doch starker Wind kann den Sand in den flachen Zonen aufwirbeln.
Hinweis: Bei Ebbe Abstand vom Felsen halten! Hier sammeln sich schwarze Langdornseeigel in den Spalten – ein unangenehmer Urlaubsbegleiter, wenn man dagegen stößt.
Annehmlichkeiten, Essen und Strandverleih auf Sapphire Beach
Hier muss niemand verhungern. Direkt hinter dem Sand liegt die Sapphire Beach Bar, die eiskaltes Carib-Bier, gefrorene Rum-Cocktails und einfache Strandküche anbietet. Ein Burger mit Pommes kostet etwa 18 Dollar – ein üblicher Preis auf der Insel. Ab Mittag läuft Musik, meist Reggae oder Steelpan-Cover, aber so leise, dass man noch zwanzig Meter entfernt in einem Buch lesen kann. Wer es schneller mag, bekommt bei Paradise Slice überraschend gute dünnknusprige Pizza aus einem kleinen Fenster nahe der Yachthafenseite.
Die Tauchbasis vor Ort vermietet alles, was man fürs Wasser braucht – so muss man nicht schweres Equipment über die Insel schleppen, wenn man leicht reist. Wer noch nach Alternativen auf der Insel sucht, findet hilfreiche Infos in unserem Artikel Wo man in St. Thomas Schnorchelausrüstung mieten kann – Preise und Spots. Das Team ist freundlich und hält Masken mit weichen Silikonteilen sauber.
| Mietartikel | Ungefährer Preis | Dauer | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Schnorchel-Set (Maske, Schnorchel, Flossen) | 15 – 20 $ | Ganztag | Pfand oder Personalausweis bei der Abholung erforderlich |
| Polsterliegestuhl | 10 – 15 $ | Pro Tag | Service stellt ihn im Schatten der Bäume auf |
| Stehpaddelbrett | 30 $ | 1 Stunde | Am besten frühmorgens nutzen, bevor der Wind aufkommt |
| Einer-Kajak | 25 $ | 1 Stunde | Rettungswesten bei allen Mietartikeln inklusive |
| Zwei-Personen-Kajak | 35 $ | 1 Stunde | Gut für Paddeltouren entlang Prettyklip Point |
Saubere Toiletten mit fließend Wasser befinden sich neben der Tauchbasis, zusammen mit einer Außen-Dusche zum Abspülen von Salz. Ein kleines Café mit Freiluftbereich öffnet morgens nahe dem Parkplatz und serviert Eiskaffee für Frühaufsteher, die den Sonnenaufgang über St. John genießen möchten.
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Aktivitäten auf Sapphire Beach abseits des Riffs
Hier ist Faulenzen unter Bäumen fast schon eine Sportart. Die Schraubenbäume am westlichen Rand werfen den ganzen Tag über tiefen, kühlen Schatten – man spart sich also die Kosten für einen Sonnenschirm. Leguane leben in den Ästen. Diese riesigen, harmlosen, urzeitlich wirkenden Tiere kommen mittags an den Strand, um nach Brotstücken zu schnappen. Achtet auf eure Brotbeutel, denn sie sind dreist genug, eine Kühlbox zu öffnen, wenn ihr sie offen stehen lasst, während ihr schwimmt.
Wer nicht nur herumliegen möchte, findet hier jede Menge natürlicher Beschäftigung:
- Yachthafen erkunden: Geht vorbei an den Wohnanlagen zu den Stegen und beobachtet, wie lokale Charter-Katamarane, Center-Consolen und Sportfischerboote für ihre Nachmittagstouren vorbereitet werden.
- Seevögel beobachten: Braune Pelikane patrouillieren ständig über der Bucht und tauchen kopfüber in Fischschwärme, die nur wenige Meter vor dem Ufer schwimmen.
- Spaziergang entlang Prettyklip Point: Ihr könnt der felsigen Küste folgen und genießt dabei einen fantastischen Panoramablick auf Thatch Cay, Grass Cay und Jost Van Dyke in der Ferne.
- Windsurfer zuschauen: Die konstanten Ostpassatwinde machen diese Bucht zu einem idealen Startplatz für Wing-Foiler und Windsurfer, die über den Pillsbury Sound gleiten.
Die Stimmung ändert sich je nach Tageszeit radikal. Morgens ist es friedlich: Zwischen 8 und 10:30 Uhr teilt man sich das Wasser vielleicht mit einem Dutzend Menschen, meist Wohnungsbesitzern, die auf ihren Balkonen Kaffee schlürfen. Nachmittags wird es lauter mit Kreuzfahrtbesuchern, Musik und Familien, die Sandburgen bauen. Um 16:30 Uhr verschwinden die Tourgruppen, das Licht wird golden, und der Strand kehrt in seinen ruhigen Zustand zurück.
Praktische Tipps, Kosten und Strandsicherheit
Alle Strände in den Amerikanischen Jungferninseln sind bis zur Hochwasserlinie öffentlich zugänglich. Für Sapphire Beach zahlt man keinen Eintritt – weder fürs Betreten, Schwimmen noch fürs Verweilen am Sand. Geld gibt man nur aus, wenn man Essen, Getränke oder Mietausrüstung bei den hiesigen Anbietern kauft. Ein eigener kleiner Kühlbehälter mit kalten Getränken und Sandwiches ist völlig in Ordnung; solange man seinen Müll wieder mitnimmt, gibt es keine Probleme.
Die Passatwinde sind Fluch und Segen zugleich. Sie kühlen die drückende 31-Grad-Luft an schwülen Nachmittagen ab, sodass man kaum überhitzt, wenn man faulenzt. Gleichzeitig treiben sie kleine Wellen an den Strand, die Sandkörner aufwirbeln, die einem an den Knöcheln pieksen, wenn man sein Handtuch direkt am Wasser ausbreitet. Besser ist es, das Handtuch weiter hinten unter den Bäumen aufzuschlagen.
- Fußschutz: Packt Badeschuhe ein, wenn ihr empfindliche Füße habt – nahe der rechten Seite der Bucht liegt verstreuter Korallenschutt mit scharfen Steinen.
- Sonnenschutz: In den Amerikanischen Jungferninseln sind Sonnencremes mit Oxybenzon, Octinoxat und Octocrylen verboten, um die Riffe zu schützen. Nehmt daher mineralische Zinkoxid-Produkte mit.
- Wertsachen: Lasst teuren Schmuck im Hotel oder an Bord des Schiffes – verlorene Gegenstände in den Seegrasfeldern sind fast unmöglich wiederzufinden.
- Wind beachten: Beim Stand-Up-Paddeln lieber nah an der Küste bleiben und nicht zu weit in Richtung der Strömung paddeln, die nach Westen abdriftet.
Sicherheitstechnisch ist die Bucht tagsüber sehr sicher. Sicherheitskräfte des Resorts patrouillieren regelmäßig und sorgen für Ordnung. Im Inneren der Bucht gibt es kaum gefährliche Strömungen, was sie ideal für Kinder und unsichere Schnorchler macht – vorausgesetzt, man bleibt vom unruhigen Punkt fern.
Häufig gestellte Fragen zu Sapphire Beach St. Thomas
Ist Sapphire Beach kostenlos zugänglich?
Ja. Nach dem Gesetz der Amerikanischen Jungferninseln ist der Zugang zum Ufer kostenlos. Man kann das Gelände durchqueren, sein Handtuch ausbreiten und den Strand nutzen, ohne etwas zu zahlen – nur Stuhlverleih und Speisen/Getränke kosten extra.
Wo genau liegt Sapphire Beach auf St. Thomas?
Der Strand befindet sich an der Ostspitze von St. Thomas, nördlich von Red Hook an der Route 38. Er ist etwa 25 Minuten von der Innenstadt Charlotte Amalie und rund 20 Minuten vom Kreuzfahrtterminal Havensight entfernt.
Gibt es Korallenriffe an Sapphire Beach?
Ja, es gibt gesunde flache Korallenriffe entlang von Prettyklip Point auf der rechten Seite der Bucht und nahe der Felsen am Yachthafen links, mit Gorgonien, Hirnkorallen und vielen tropischen Fischen.
Ist Sapphire Beach sicher zum Schwimmen und Schnorcheln?
Die Bucht ist geschützt und gilt generell als sehr sicher zum Schwimmen. Die Wellen bleiben innerhalb des Halbmonds klein, doch das Wasser wird rauer und die Strömung stärker, wenn man über die äußere Felszunge hinausschwimmt.
Dürfen Kreuzfahrtpassagiere Sapphire Beach für einen Tag besuchen?
Ja. Taxis warten vor den Kreuzfahrtterminals Havensight und Crown Bay und bringen Passagiere regelmäßig nach Sapphire Beach. Die Rückfahrt ist ebenfalls einfach möglich – man findet Taxis in der Nähe des Haupteingangsbereichs während des gesamten Nachmittags.
Kurzübersicht
- Zutritt: Kostenloser öffentlicher Zugang
- Lage: Ostspitze nahe Red Hook
- Schnorchelspots: Prettyklip Point und Seegrasfelder
- Amenities: Bar, Pizzeria, Tauchausrüstungsverleih, Toiletten
- Beste Zeit: Vor 10:30 Uhr oder nach 15:30 Uhr
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Meine Meinung
Sapphire Beach trifft den perfekten Mix – etwas, das nur wenige Strände auf der Insel schaffen. Hier gibt es bessere Korallen als in Magens Bay, mehr Platz als in Coki Point und einfachere Logistik als eine Überfahrt nach St. John. Manchmal bläst der Wind stark, und ein Leguan könnte eure Chips inspizieren, doch über dem Riff zu schweben und dabei auf die grünen Inselspitzen zu blicken, ist einfach ein Traum für Karibik-Reisende. Nehmt euch ein Schnorchelset, kommt vor den Touristen-Shuttles an – und überzeugt euch selbst.
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